#15 Achtsamkeit: Mehr Fokus, mehr Weite, mehr Leben
Shownotes
Achtsamkeit bedeutet nicht, ständig meditieren zu müssen oder noch eine weitere Aufgabe in den Alltag zu integrieren. Vielmehr geht es darum, bei dem, was wir ohnehin tun, präsenter zu sein.
In dieser Folge der Unternehmensalchemisten spricht Norbert Withalm mit Susanne Strobach, MSc, Gründerin und Leiterin der Achtsamkeits-Akademie Wien.
Wir sprechen unter anderem darüber,
• warum Achtsamkeit in erster Linie ein Training unserer Aufmerksamkeit ist • weshalb Entspannung eher ein Nebeneffekt als das eigentliche Ziel ist • warum unser Gehirn nicht wirklich multitasken kann • wie wir zwischen Fokus und Weite wechseln können • was der „Anfängergeist“ mit Meetings, Beziehungen und Führung zu tun hat • warum echtes Zuhören eine Form von Wertschätzung ist • weshalb Mut, Klarheit, Sanftmut und Großzügigkeit wichtige Qualitäten von Achtsamkeit sind • wie wir mit starken Emotionen bewusster umgehen können • warum Achtsamkeit nicht zusätzliche Zeit kosten muss • wie Duschen, Kaffeetrinken, Gespräche oder sogar Putzen zu kleinen Achtsamkeitsübungen werden • und warum der Satz „Ich habe Gedanken, aber ich bin nicht meine Gedanken“ eine ziemlich große Frage öffnet.
Mehr über Susanne Strobach und die Achtsamkeits-Akademie Wien: www.achtsamkeits-akademie.at
Mehr zu Norbert Withalm und den Unternehmensalchemisten: www.withalm.com
Transkript anzeigen
00:00:01: Ist Achtsamkeit einfach nur eine Spannung und Entspannungstechnik, die dahinter stecken?
00:00:09: Wer braucht heutzutage noch Achtsamtkeit?
00:00:12: haben wir überhaupt Zeit dafür.
00:00:15: Ich freue mich sehr heute die Expertin- und Leiterin der Achtsammkeitsakademie Wien Susanne Strohbach zu begrüßen.
00:00:23: Liebe Susanne herzlich
00:00:24: willkommen!
00:00:25: Lieber Norbert, danke für die Einladung und die Möglichkeit in euren Podcast über Achtsamkeit sprechen zu dürfen.
00:00:31: Wunderbar!
00:00:32: Du bist
00:00:32: genau das
00:00:34: was du lährst.
00:00:35: also ich war jetzt eine Woche mit dir am schönen Stimmasee in Tirol und durfte da auch ein bisschen mitbegleiten und du bist genauso wie deine Tochter.
00:00:44: ihr macht es durch und durch Achtsammkeit auf eine humorvolle Art und Weise.
00:00:49: Ich wusste gar nicht dass es so leicht ist und dass wir so viel lachen können.
00:00:54: auch dazu.
00:00:55: Ja, das ist mir ein großes Anliegen.
00:00:58: Ich weiß nicht wer es gesagt hat.
00:00:59: Es gab mal jemanden der gesagt hat sie müssten Erlöster aussehen diese Christen damit ich ihnen das abnehmen kann.
00:01:06: und wir geht's bei der Achtsamkeit genauso.
00:01:09: Ich kenne ja doch viele Lehrende und man kennt viele Send Zeichnungen in Japan wo die Mönche so mit ganz strengem Gesicht und Ernst sitzen.
00:01:19: Und Achtsammkeit Aus meiner Sicht, und das ist das was wir seit zehn Jahren versuchen über unser Institut die Achtsamtkeitsakademie Wien zu vermitteln.
00:01:31: Ist etwas ganz anderes.
00:01:32: Achtsamkeit ist Leichtigkeit, Achtsammkeit ist ganz viel Freude.
00:01:37: Achtzamkeit is im Moment sein und ganz stark auch Qualitäten kultivieren wie Dankbarkeit, wie Sanftmut, wie Mitgefühl.
00:01:48: ja und dass kann man alles mit Leichtigkeiten machen.
00:01:52: Wunderbar, das habe ich auch erleben können.
00:01:54: Du sagst der Achtsamkeit und Entspannung.
00:02:00: was wir im Vorfeld schon beplaudert haben bei dir in Wien ist nicht das gleiche.
00:02:05: kann es sein?
00:02:06: Nein Achtsamkeit ist ein reines Fokussierungstraining.
00:02:10: Es ist ein Training des Geistes, also unser Geist der Manche meint der Filzidierte, der springt herum und will ständig beschäftigt werden.
00:02:19: Und es gibt da auch eine schöne Studie die iPhone-Studie.
00:02:23: Da hatten Forscher und Forscherinnen der Harvard Universität so über den Tag verteilt, fünf tausend Menschen mittels seiner App befragt und zwar wie fühlen sie sich gerade?
00:02:34: und sie haben gefragt, was machen Sie gerade?
00:02:38: Und wie sehr sind Sie gerade bei dem, was Sie gerade
00:02:41: tun?".
00:02:43: Und dann nach einem Zufallsprinzip wurden dann zwei tausend zweihundertfünfzig Erwachsene ausgewählt und ihre Ergebnisse ausgewertet.
00:02:51: Man hat dann drei Dinge festgestellt – und zwar dass unsere Gedanken häufig abschweifen unabhängig davon, was wir tun -, sind, wenn unsere Gedanken bei einer anderen Sache sind als der die wir gerade machen und dass das was wir denken viel stärker unser wohlbefinden beeinflusst als das was Wir tun.
00:03:13: Und Achtsamkeit per se ist eine ein Training des Geistes, ein Fokussierungstraining.
00:03:20: Das heißt wir trainieren durch unterschiedliche Übungen entweder Fokus Mit anderen Übungen trainieren wir Weite.
00:03:28: Also wenn ich jetzt das Beispiel bringen darf, ich bin Mediatorin in einem Konflikt mit der Fokus sehr schnell, sehr eng – Ich weiß was genau du jetzt anders machen musst!
00:03:38: Und über Achtsamkeitsübungen trainiere wir mit verschiedenen Übungen eben entweder den Fokus halten zu können oder die Weite und die Entspannung ist ein Nebeneffekt.
00:03:48: Das ist nie das Ziel der Übung
00:03:51: finde ich sehr, sehr spannend und ich glaube auch für viele ein neues AHA gleich mal zu mitnehmen.
00:03:58: Weil du gerade die Studie angesprochen hast und es kommt vor allem aufs Wie an wie ich mich auf Tätigkeiten einlass?
00:04:06: Ich hatte vor kurzem eine Wette verloren und habe dann versprochen ich mache achtsames Putzen, achtsame Küche putzen.
00:04:13: meine Frau war hell begeistert.
00:04:15: das hat auch mehrere Stunden gedauert.
00:04:19: Einlassen darauf nicht in den Widerstand gehen, wahrscheinlich wesentlicher als dann vorab.
00:04:26: die Bewertung der Tätigkeit mag ich oder mag ich nicht.
00:04:30: Ich finde es sehr spannend was du auch noch sagst.
00:04:32: dieses Thema Fokus und Weite fehlt uns der Fokus fehlt uns die Weite.
00:04:39: Achtsamkeit ist ja fast schon inflationär und trotzdem habe ich den Eindruck
00:04:48: Bei inflationär bin ich ganz bei dir, also mein Adrenalinspiegel steigt immer wenn ich in Sämtlingen Hochkranz Magazinen lese.
00:04:56: Wir müssen jetzt alle nur noch meditieren und dann sind wir alle glücklich?
00:04:59: so ist es nicht Und achtsamkeit ist auch nicht für jede Person das Mittel der Wahl.
00:05:04: Also wenn ich zum Beispiel zur Depression neige Dann ist Meditieren nicht gerade empfehlenswert weil wenn du dann vom Bett dich aufs Meditationskissen in den Früh schleppst Du wirst den ganzen Tag nicht mehr in die Gänge kommen.
00:05:17: Also, Achtsamkeit soll leicht sein.
00:05:20: Es soll Freude machen und wir haben... Ich glaube es sind in der heutigen Zeit So ist so viel Overload da.
00:05:33: Wir sind so viele Informationen kommen zu uns, wir haben über die ganzen Social Media ständig kommende neue Impulse herein und ständig werden abgelenkt.
00:05:44: Also wenn du jetzt nur vorstellst, du sitzt jetzt beim Laptop und versuchst dann etwas zu arbeiten und dann bringt schon ein Feld auf, da kam ein neues E-Mail oder am Handy piepst was und der Geist immer uuuhh was tut sich da und dort?
00:05:56: Da müssen wir gleich nachschauen!
00:05:58: Das heißt es fällt uns immer schwerer die Aufmerksamkeit zu halten bei einer Sache.
00:06:04: Und da gibt es auch Studien dazu, dass das wirklich runtergegangen ist in den letzten Jahren und natürlich erhöht das auch die Fehlerquote oft ins Kleinigkeiten.
00:06:15: aber trotzdem Es ist mehr Arbeit und wenn wir fokussiert bei einer sache bleiben können Dann sind wir schneller damit fertig dann haben weniger fehler Und dann können wir auch schneller was anderes tun, was noch angenehmer vielleicht ist als diese Tätigkeit zum Beispiel beim Putzen.
00:06:32: Genau das war eines der Themen in den früheren Podcasts auch schon dieses Multitasking und Singletasking und dass wir wirklich aus der Forschung bewiesen Wir brauchen mehr Mono statt Multi.
00:06:45: Also das Gehirn kann ja gar nicht multitasking.
00:06:47: Sagst
00:06:48: du als Expertin auch
00:06:50: mal
00:06:50: zur Bestätigung?
00:06:51: Genau es switcht sehr schnell von A nach B. aber Also ich kenne das.
00:06:56: Ich habe beim Pflegeheim geleitet früher und meistens kam dann die Anrufe aus dem Haus, wenn ich schon zu Hause war am Abend und gekocht hab und daneben mit meiner Tochter Aufgaben gemacht.
00:07:05: Und wenn ich dann aufgelegt hat beim Telefon, ja?
00:07:09: Ich wusste dann... Entweder habe ich mich aufs Telefonat konzentriert, dann wusste ich nachher nicht mehr, ob ich das jetzt gesalzen oder richtig gewürzt oder nicht.
00:07:16: Oder ich habe mich auf's Essen konzentriertern.
00:07:18: entgeht mir irgendwas beim Telefonat.
00:07:21: Also wir sind nicht so multitaskingfähig, wie wir es gerne wären oder wie wir glauben ist zu sein.
00:07:26: Man merkt's auch beim Autofahren.
00:07:28: ja also immer mehr telefonieren aber entweder konzentriere ich mich auf den Straßenverkehr oder aufs Telefonat.
00:07:34: Ich merk zum Beispiel dass ich selbst Telefonate sofort abbreche.
00:07:39: wenn mir jemand sagt oh ich bin gerade im Auto dann sag' ich du lass uns bitte später telefonieren.
00:07:44: Es hat für mich auch was mit Wertschätzung.
00:07:47: Ich möchte deine ganze Aufmerksamkeit.
00:07:49: Wir müssen nicht lange telefonieren, aber dann wenn wir es tun, möcht ich deine Aufmerksamkeit und ich möchte dir auch meine
00:07:55: geben.".
00:07:57: Genau!
00:07:57: Das heißt ein wichtiger Wert den du damit verbindest?
00:08:02: Ich glaube auch beziehungsweise ist das so die Erfahrung, die ich mitbekommen habe... ...wir sind weniger geredet, wenn wir wirklich mehr Achtsamkeit oder mehr Bewusstheit in den Alltag auch einbauen Und im Vorfeld schon geplaudert, du hast ja ganz viele wirklich zahllose Studien wo du bestätigst das ist kein leeres bla-bla.
00:08:25: Genau also es hat sich ja so ab der Jahrtausendwende die Anzahl der Studien gestiegen massiv zu diesem Thema und da gibt's wirklich ganz ganz viele und mittlerweile auch Meterstudien auch dass wir zum Beispiel wenn wir meditieren aber ich möchte auch hier betonen, wir können auch achtsam leben ohne zu meditieren.
00:08:45: Also es ist super wenn wir's tun!
00:08:48: Es verstärkt das Ganze.
00:08:50: aber ich kenne so viele Leute die tausende Stunden auf Militationskissen verbracht haben, ihnen aber die Fähigkeit fehlt es dann ins Leben zu transportieren ja?
00:09:00: Das heißt dass sie es dann so... Ich sitze am Kissen da empfinde ich subjektive Entspannung auch gleich im Anschluss danach Aber die Haltungen kommen nicht mit.
00:09:09: Und Achtsamkeit per se, also von Studien her ist es so dass wir da von zwölf Qualitäten sprechen, die wir kultivieren und das allein ist eine Lebensaufgabe.
00:09:20: Also da ist auch eben dabei Geduld Da ist dabei nicht Erzwingern, da ist noch dabei Akzeptanzanfängergeist.
00:09:26: Also gibt's ganz viele Qualitäten.
00:09:29: Auch Mut gehört für mich ganz stark dazu Nämlich sich selbst zuzumuten auf die eigenen Seiten hinschauen, den Scheinwerfer der Achtsamkeit.
00:09:39: Auf die dunklen Stellen hinleuchten in der Seele im Herzen wo wir nicht so gern
00:09:43: hinschaun.".
00:09:44: Genau jetzt habe ich aber den Faden irgendwo verloren.
00:09:47: das tut mir leid.
00:09:48: Wunderbar!
00:09:48: Wir sind voll im Moment und ich greif einen der Frieden auf nämlich dieses Thema Anfängergeist was du vorher geschildert hast.
00:09:56: Was verstehst Du unter Anfingergeist wenn Du auch von Qualitäten oder von insgesamt einer Haltung sprichst?
00:10:05: Was ist Anfängergeist?
00:10:05: Genau, Anfingergeist ist ein sehr buddhistischer Ausdruck.
00:10:09: Wenn du dir vorstellst jetzt im Business-Context ... Du hast ein Meeting und weißt okay da ist es jetzt.
00:10:14: ich hoffe sie nehmen dabei.
00:10:15: der Müller heißt ja aber es ist daher Müller dabei Und dann ist bei manchen schon Jössers.
00:10:21: wenn der Herr Mühler dabei ist das wird ja wieder zack und wenn er sich zu Wort meldet das dauert wieder dreimal so lange.
00:10:27: Das heißt wir haben schon unsere Geschichten unsere Erfahrungen mit Menschen Und Anfängergeist heißt, dass es mir in dem Moment bewusst wird wo dieser Gedanke auftaucht.
00:10:38: Ich merke da ist so ein innerer Widerstand wenn ich höre der Kollege ist auch dabei und ich versuche ganz bewusst reinzugehen und zu sagen stellen wir jetzt vor ich treff den heute das erste Mal in der Sitzung und es gibt schon ich erlebts in vielen Coachings mit Führungskräften dass sie mich dann zurück melden.
00:10:57: ich habe das jetzt probiert was du gesagt hast Und die Qualität der Sitzung war eine andere.
00:11:03: Das heißt, wenn wir versuchen unsere Bilder, die wir haben von Menschen, unsere Vorstellungen... Es steht irgendwas sozusagen vor der Person und das so in meinem Geist da ist Wenn wir versuchen es immer wieder wahrzunehmen, es ist so und dann trotzdem wieder zu sagen okay ich probiere's heute Ich gehe da jetzt anders rein und ich nehme die Person anders wahr Dass wir uns selber dann auch die Möglichkeit geben Menschen anders zu begegnen und andere Erfahrungen zu machen.
00:11:34: Und über diese Erfahrungen kreieren wir ja dann wieder andere Emotionen in uns selbst.
00:11:39: Ich finde es sehr spannend, und ich glaube da fallen uns jetzt viele Beispiele ein wo man das wirklich auch gleich im Alltag leben können gerade vielleicht beim nächsten Meeting, beim nächsten Telefonat, beim nächstem Teamscall.
00:11:52: schönes Wort der Anfängergeist.
00:11:55: Ich habe noch rausgehört
00:11:56: Mut.
00:11:57: Ich habe jetzt mal gehört, Führungskräfte sollten heutzutage eine Zumutung sein.
00:12:02: Im positivsten Sinne nämlich den anderen etwas zumuten.
00:12:07: Das auf jeden Fall ja und selber auch den Mut haben zu vertrauen dass ich auch delegieren kann vielleicht das eine oder andere Und auch den mut haben.
00:12:18: also ich lebe sehr oft in Coachings und Führungskräften, dass mir viele auch sagen, ah Mitarbeiter Gespräche das mag ich nicht weil ich weiß jetzt diese und jene Mitarbeiterin ist gerade Entscheidung.
00:12:31: Und was tue ich wenn die dann im Mitarbeitergespräch zu weinern beginnt?
00:12:35: Also da mache ich lieber gleich gar keins oder es ist jemand verstorben und da geht's einfach auch um Mut.
00:12:41: Es geht ja um Klarheit auch dieses Ich bin da.
00:12:48: Meistens ist dahinter so die Angst, was falsch ist zu sagen oder nicht die richtigen Worte zu finden.
00:12:53: Aber auch das ist etwas... Ich kann sagen ich bin so betroffen oder es berührt mich so, ich weiß jetzt gar nichts, was ich sagen soll.
00:13:00: Das ist einfach authentischer als ich schiefe um Themen rum, die unangenehm sind und wir haben gerade im Unternehmenskontext, aber auch in Privatleben.
00:13:10: Viele Themen die unangenehm sind und es braucht da einfach den Mut und die Klarheit, das auch anzusprechen, diesen Elefanten im Raum zu sprechen.
00:13:21: Erfahrungsgemäß ist der nie so schlimm wenn man anspricht als die Angst davor?
00:13:28: Das glaube ich sofort!
00:13:30: Und auch das, was ich erlebt habe so in der Woche dieses Zuhören.
00:13:33: Du hast ja die Qualität, die du wirklich lebst, dieses zuhören statt hin hören und ich glaube allein da auch schon.
00:13:41: und das Experiment mit der Diade kleiner Spoiler, das erfahren Sie, erfahrt ihr dann wenn ihr selber mal Aus- und Weiterbildungen bei Susanne macht?
00:13:50: Das war wunderbar, das war wirklich ganz extremer Unterschied auch vorher nachher
00:13:56: dieses
00:13:57: Einlassen diesen Mut zu haben und dieses Zuhören auch statt hin hören.
00:14:04: Was versteht ihr bei der Achtsamkeit unter sanften Mut?
00:14:07: oder wie passt das zu einer Qualität?
00:14:10: Ja
00:14:10: also in unserer Gesellschaft wird er Stärke sehr oft mit Kraft macht mit Härte auch gleichgesetzt.
00:14:19: sehr oft ist es dann auch verbunden mit einer gewissen Form von Rücksichtslosigkeit.
00:14:25: Und wenn wir uns aber zum Beispiel in der Natur umschauen, also ein Spinnernetz ist ja unheimlich stabil das hält dem Wind, das hält den Gewitterstand weil es extrem elastisch ist und wenn wir diese Fähigkeit auf unserer innere Haltung übertragen.
00:14:44: Das heißt, dass unsere innere Stärke eher Flexibilität sanftmut ist egal ob das was wir jetzt erleben um uns herum wie es ist wenn wir da nachsichtig sind und behutsamer reagieren.
00:15:00: Und reagieren ist eh schon das falsche Wort denn es geht darum von diesem Reagieren auf äußere Impulse hin zu einem Agien aus meiner Mitte herauszukommen.
00:15:11: Das hat eine ganz andere Kraft und eine andere Qualität.
00:15:14: Und dann brauche ich auch nicht mehr laut werden, sondern dann kann ich sozusagen aus dieser Klarheit heraus agieren.
00:15:21: Und gerade für Führungskräfte ist das schon wesentlich hilfreicher als wenn sie einfach irgendwie kularisch durch die Gegend laufen.
00:15:30: Was heißt?
00:15:30: Ich verstehe darunter was du sagst statt
00:15:33: gestresst
00:15:34: selber auch in den Widerstand zu gehen oder etwas zu äußern zu sagen, was ich vielleicht später bereue wenn das Stress vorüber ist.
00:15:42: Einfach aus der Mitte heraus ein agieren, aus einer Haltung heraus und dann kommen wahrscheinlich auch weissere Worte als in der Wut.
00:15:52: Ja und da vermitteln wir eben auch verschiedene Techniken wie wir, wenn wir wahrnehmen und jede Emotion wird ja verkörpert.
00:16:01: über den Körper kann ich sofort bemerken Wenn wir merken... Da ist vielleicht gerade Ärger der aufsteigt oder da kommt Wut hoch.
00:16:10: Wie kann ich mich sofort runter regulieren, wie kann ich das sofort in eine andere Richtung kommen und aus der anderen Qualität heraus dann eine Handlung setzen oder einen Wort sagen?
00:16:23: Und da fällt auch ein zum Beispiel Großzügigkeit.
00:16:25: Da geht es nicht in erster Linie um eine finanzielle Großzüglichkeit Ich bin jetzt irgendwie großzügig wenn ich an Obdachlosen vorbeigehe und gebe ihnen was sondern Großzügigkeit kann auch eine Großzüglichkeit des Herzens sein.
00:16:40: Ich sehe heute großzügig drüber hinweg, dass die Kollegin schlechte Laune hat oder das der Kollege irgendwas vergessen hat zu machen.
00:16:48: Also Großzögigkeit kann sich auf vielen Ebernen äußern und auch da ist es etwas, das ich jeden Tag trainieren und kultivieren kann um es wirklich so zu verinnerlichen, dass es dann zum Autopiloten wird.
00:17:02: Dass ich also nicht... Das ist das was die offensichtlich bei der Sommerwoche auch aufgefallen ist, dass wenn man all diese Qualitäten immer wieder kultiviert, wenn man sich mal eine rausnimmt und sagt, da übe ich jetzt mal eine Woche lang oder ich habe z.B.
00:17:18: fünf Jahre lang ein Dankbarkeits-Tagebuch geschrieben, dass sich dann schon etwas verändert im Inneren und damit auch im Äußeren
00:17:27: sehr, sehr spannend.
00:17:27: Das heißt es ist wirklich auch ein Leben lang wo ich dran bleiben kann und das ist was ganz zutiefst Praktisches weil im Alltag also jeden Tag kann ich ja auch das üben.
00:17:41: Ich habe längst gehört Ist da nicht die Gefahr bei den Themen auch Achtsamkeit oder in Vermischung mit Meditation, mit Stresskompetenz.
00:17:51: Dass ich immer nur noch am Tun bin und dadurch mehr Stress und Druck bekommen weil ich noch mehr tun muss.
00:17:58: Und ich glaube ganz im Gegenteil es geht mir an die Haltung dahinter unter mein Wohlgefühl oder?
00:18:03: Genau also das ist ja das was wir in der Achtsamkeitsakademie Wien versuchen zu vermitteln dass du nicht irgendwas zusätzlich tun musst wie gesagt wenn du die Zeit hast und die Ressourcen und du sagst okay geht es mehrmals die Woche meditieren oder ich habe zuhause Meditationskissen, ist das wunderbar.
00:18:22: Aber das ist jetzt nicht das was ich da alleine erzinden, wenn man mit drei Kindern vorschlagen würde ja?
00:18:27: Oder der Führungskrafti ist und nicht weiß wo sie mit ihrer Zeit hin soll.
00:18:30: Da gibt's eher darum wie kann ich diese Haltungen in das was sich sowieso Tour einbauen.
00:18:37: Und ein ganz simples Beispiel wir haben heute schon große Hitze und es wird so weitergehen aber duschen Wahrscheinlich jeden Tag tun, manchmal sogar mehrmals.
00:18:49: Und jetzt kann ich sagen, während ich unter der Dusche stehe in der Früh vielleicht gehe ich schon die Tutuliste des Tages durch oder ich sage diesen vielleicht auch nur drei Minuten das muss... Ich musste deshalb nicht länger duschen.
00:19:01: aber während dieser drei Minuten bin ich ganz bei dem was ich tue.
00:19:05: Das heißt ich nehme wahr den Strahl der Dusche auf meiner Haut, den strahl des Wassers.
00:19:10: Ich nehme wahr wie fühlt sich der Duschschaum an?
00:19:14: Ja ich habe das oft bei Frauen.
00:19:15: wir geben ganz viel Geld für gut duftende Duschbäder und Schaumbäder oder Zeifen und ich weiß nicht was aus dem Bodylossions und wenn wir es aber unachtsam machen dann haben wir gar nichts davon.
00:19:28: Das heißt, wenn ich das wahrnehme.
00:19:29: Wie riecht das?
00:19:30: Was macht es gerade mit mir?
00:19:32: und meistens haben wir ja in der Früh irgendwas was vielleicht nach Zitrone, Orange, was irgendwie belebend duftet.
00:19:38: Wenn Ich das wahrnehmen, wenn Ich den Strahl des Wassers spür' ,wenn ich den Schaum spür unter der Hand, wenn nicht meine eigene Haut spüre Und dass in diesen drei Minuten oder fünf Minuten dich dusche oder vielleicht auch noch mit Haarschampotern, dass sich das auch wie fühlen sich meine Haare gerade an?
00:19:57: In dieser Zeit mache ich nur Duschen und nichts anderes.
00:20:00: Und dann steigst du aus der Dusche, und dann hast du auf jeden Fall als Nebeneffekt schon mal einen anderen Einstieg in den Rest des Tages.
00:20:08: Du hast eine bessere Qualität für dich selbst gefunden.
00:20:13: Wenn du als nächstes vielleicht zur Kaffeemaschine gehst und da jetzt einen Kaffee dir runterdrückst, hast du auch die Möglichkeit.
00:20:20: Du kannst dastehen und geistig schon überlegen, wird es für die Kinder Bausenbrot streichen?
00:20:24: Und wer geht jetzt noch mit dem Hund?
00:20:25: und was machen wir sonst alles?
00:20:27: Welche Meeting stehen heute an?
00:20:29: oder du stehst und nimmst wahr wie riecht dieser Kaffees, wie ist die Farbe?
00:20:36: Was tut sich gerade in meinem Körper, wenn ich das rieche und merke, ah, das kann ich jetzt gleich.
00:20:40: In der nächsten Minute werde ich diesen köstlichen Kaffee hier
00:20:42: trinken.".
00:20:43: Und du bist einfach immer nur bei der Sache die du grad machst!
00:20:47: Du verlierst deshalb keine Zeit.
00:20:48: Ich hatte da mal eine Mama im Coaching und sie kam dann ein paar Tage später und sagte, weißt du?
00:20:56: Und beide Kinder sind auf mich zugestimmt.
00:20:57: Mami, Mami und das eine wollte spielen und das andere musste Aufgaben machen und ich musste noch kochen und einkaufen gehen und ich weiß nicht.
00:21:03: und dann habe ich mir gedacht so Ich mache jetzt was du gesagt hast.
00:21:06: und danach habe ich gesagt okay Kinder eins nach dem anderen und stelle dir vor am Ende des Tages blieb noch Zeit über dass wir auf den Spielplatz gehen konnten.
00:21:15: also Wir werden dadurch nicht langsamer und wir schaffen nicht weniger, sondern im Gegenteil.
00:21:21: Wir sind sehr gut strukturiert.
00:21:22: Deshalb liebe ich auch rach zum Geld so!
00:21:24: Ich bin noch Perfektionistin und sehr gut organisiert.
00:21:27: Du weißt was wir alles tun in unserer Akademie angeboten?
00:21:31: Und da einfach zu sagen okay... Wie halte ich den Fokus bei den einzelnen Dingen?
00:21:37: Und was auch ganz ein wichtiger Aspekt noch ist, dass der nicht übersehen wird.
00:21:41: Achtsamkeit heißt doch Beobachten ohne es zu bewerten.
00:21:45: Dass sich bemerke okay Ich schweife jetzt geistig ab oder wenn ich vielleicht Ja gerade Stress habe das ich bemerk Versuch sozusagen, drei Dinge zu tun oder ich bewerte jetzt gerade irgendwelche Nachrichten im Fernsehen.
00:22:05: Wir können nicht nicht bewerten weil das ist die Aufgabe des Gehirns.
00:22:09: aber wenn es mir bewusst ist dann weiß ich okay Ich habe jetzt gerade diese Sicht auf die Welt und die Dinge auf mein Leben Und ein anderer hat eine andere und das ist auch ok.
00:22:19: wir dürfen alle nebeneinander gut leben und ich muss nichts anderes von meinem meiner Sicht der Welt überzeugen.
00:22:28: Wichtig ist es in Teams, wenn wir zusammenarbeiten das wir lernen und das hast du vorhin schon gesagt Norbert dass wir lernen gut zuzuhören und hinzuhören und so sagen aha so siehst Du die welt weil Kommunikation ist er.
00:22:41: letztlich geht sich an der kommunikation darum den anderen immer besser kennen zu lernen.
00:22:46: aha das triggert bei dir was ja oder aha das ist dir wichtig vielleicht diese umgangsformen oder jenes Und über das einander gut hinzuzuhören und einander immer besser kennen zu lernen, können wir auch mit der Zeit bessere Gespräche führen.
00:23:08: Also bitte weiterhin gut zuhören und wenn ihr wollt hört euch diesen Podcast immer wieder mal an, weil da sind jetzt so viele auch Weisheiten und Impulse.
00:23:17: Und du hast es sehr schön erwähnt in der Akademie in Tirol die Achtsamkeit kommt dann oftmals auf leicht den Füßen aber da steckt auch viel Tiefe dahinter.
00:23:27: das heißt es gibt ganz ganz viel Untersuchungen dahin.
00:23:31: Es ist was
00:23:31: höchst
00:23:32: Praktisches ein Lebensaufgabe auch, die uns begleiten kann.
00:23:40: Und ich glaube da waren jetzt schon einige Tipps dabei für uns wie man ganz praktisch den Alltag vielleicht noch etwas anders gefärbt mit mehr Achtsamkeit und einfach mehr Wohlgefühl färben können.
00:23:59: Also mich hat es zur Achtsamkeit hingezogen auch in einer Phase, kurz vor dem Burnout und ich habe gemerkt also alles Zusätzliche schaffe ich nicht mehr.
00:24:09: Und ich bin ein wirklicher Genussmensch.
00:24:11: du weißt das ich esse gern gut, ich trinke gerne mal ein gutes Glas Wein oder Gin Tonic oder so.
00:24:17: Und Achtsammkeit war für mich eben genau dass nicht wie irgendeine Religion weil wir unterrichten sie auch säkulär, wo sie jetzt irgendwas verboten ist oder tut das nicht.
00:24:29: Sondern was ich tue noch viel mehr Genuss bringt, wo es noch vielmehr Freude macht, wo ich noch vielmer intensiver die Dinge erleben kann.
00:24:39: Egal ob das jetzt ist Sexualität oder ob das eine Begegnung zwischen Menschen, ob das ein Austausch am Arbeitsplatz und ob das Essen oder Trinken.
00:24:50: Und das fand ich einfach so schön und deshalb bin ich jetzt schon seit vielen Jahren dran.
00:24:55: Wir waren ja auch die Ersten, die im deutschsprachigen Raum ein Masterstudium mit der Achtsamkeit entwickelt und fünf Lehrgänge lang durchgeführt haben.
00:25:05: Jetzt haben wir eben andere Schwerpunkte aber immer achtsamkeitsbasiert.
00:25:10: Das heißt es geht nicht ganz stark um Meditationspraxis.
00:25:14: Die ist immer schön, ist immer gut und wichtig begleitend Aber wie gesagt Das passt nicht immer.
00:25:20: Und das muss auch nicht so sein, ich kann sehr achtsam sein ohne jemals meditiert zu haben.
00:25:27: Das nehme ich dir zu hundert Prozent ab.
00:25:29: also bitte einfach mal reinschauen auf die Webseite.
00:25:32: wie verlinken das sehr gerne.
00:25:33: mich hat auch sehr fasziniert deine wunderbaren Geschichten.
00:25:37: du weißt der geschichten sind immer für Kinder zum einschlafen aber für Erwachsene zum Aufwachen und da hängen wir gerne noch eine Achtsamkeitsgeschichte hinzu vielleicht sich auch damals zu beschäftigen.
00:25:50: Du hast viele Werke geschrieben, ich mache jetzt keine Werbung.
00:25:53: ganz klar das haben wir gesagt in dem Podcast aber ich glaube es kommt schon sehr inspiriert rüber dass das was ist wo wir uns alle annähern können.
00:26:02: Wir posten gerne eben wie versprochen auch deine Webseite wenn es etwas Neues gibt.
00:26:09: Ich mutte mir ab jetzt mehr achtsamkehrt mehr Leichtigkeit zu.
00:26:13: Ich ganz, ganz herzlichen Dank für das feine Gespräch.
00:26:17: Es geht auch beim Raushören um das Thema Emotionskontrolle,
00:26:22: d.h.,
00:26:22: mit Emotionen besser umzugehen.
00:26:25: Da gibt es ganz viele Möglichkeiten, auch noch das Thema zwischen Fokus und Weite zu unterscheiden und nicht aus Entspannungstechnik zu titulieren und einfach im Tun mehr... Ganz zu sein.
00:26:41: und dann wird das tun selber die Tätigkeit weniger negativ bewertet, dass auch zur iPhone Studie Genau.
00:26:50: Und vor allem auch immer dieses Erkennen.
00:26:53: Ich habe Gedanken aber ich bin nicht meine Gedanken.
00:26:56: Die Frage ist wer bin ich da?
00:26:57: Aber das ist Thema für einen anderen Podcast.
00:26:59: Beantworten
00:27:00: vielleicht in einem nächsten Podcast.
00:27:01: Da wären wir die ersten die das könnten.
00:27:03: Diesem Sinne mit allen Sinnen eine wunderbare weitere Sommerzeit Und vielen Dank fürs Reinhören und vor allem fürs Zuhören.
00:27:13: Achtzummetage wünscht euch Norbert, auch in Vertretung mit Sabine Führer!
00:27:20: Danke liebe Susanne für's dabei sein
00:27:22: und bis bald.
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